Du willst von uns unterstützt werden?

Der Ablauf

Du bist Landwirt oder Jäger und möchtest unsere Unterstützung in Anspruch nehmen? Dann erfährst du auf dieser Seite alles, was du für einen erfolgreichen Einsatz mit unseren Vergrämungsgeräten benötigst.

  • Kontaktaufnahme
  • Abhol-Termin
  • Einsatz
  • Rückgabe
Kontaktaufnahme

Bitte wende dich direkt an deine zuständige Abholstation. Es ist dabei im ersten Schritt unerheblich, ob du zum ersten Mal mit uns zusammenarbeitest oder bereits in den vergangenen Jahren unsere Hilfe in Anspruch genommen hast.

 
Wenn du bereits mit uns gearbeitet hast:

Bislang war es so, dass du dich entweder über den dir bekannten Koordinator oder die Kitzretter-Nummer gemeldet hast. Nimm also Kontakt zu deinem Koordinator auf bzw. sieh auf der Karte nach, wer die am nahegelegenste Abholstation betreut.

Bitte teil uns bei deinem Anruf mit, wie viele Geräte du benötigst. Solltest du die genaue Anzahl nicht mehr wissen oder Flächen hinzugekommen sein, wo du dir bei der Anzahl unsicher bist, sprich dies bitte an – wir helfen dir gerne bei der Bedarfsermittlung weiter.

Melde dich so früh wie möglich! Das ist eine der Sachen, die sich nicht geändert hat. Auch mit über 500 Geräten gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mäht zuerst. Bedenke auch, dass die Geräte mindestens über Nacht in den Flächen stehen sollten.

 
Wenn du neu bist:

Herzlich willkommen! Bitte melde dich nicht erst, wenn du die Geräte benötigst, sondern bereits vorab zu einem kurzen Gespräch. Gemeinsam sprechen wir über deine Flächen und ermitteln den Bedarf. Je genau die Informationen sind, die du uns geben kannst, umso leichter ist es für uns, dir am Tag X die benötigte Anzahl an Geräten zur Verfügung stellen.

Generell gilt: Melde dich so früh wie möglich! Wir haben nur eine gewisse Anzahl an Geräten zur Verfügung und in der Hochsaison sind diese schnell vergeben. Aufgrund des hohen Bedarfs verleihen wir unsere Geräte nur über Nacht. Sie sollten also am Abend vor der Mahd gesteckt und direkt nach der Mahd wieder zurückgebracht werden, um sie anderen Landwirten zur Verfügung stellen zu können.

Abhol-Termin

Wenn du dich rechtzeitig gemeldet hast und der Koordinator die gewünschte Anzahl an Geräten für dich freigeben hat, kannst du dir diese am vereinbarten Ort abholen. Der Koordinator wird dich über das bei ihm gültige Verfahren in Kenntnis setzen.

Bitte Ausleihschein ausfüllen! Für eine bessere Übersichtlichkeit, aber auch zu statistische Zwecken bitten wir dich, bei der Abholung der Geräte einen unserer Ausleihscheine auszufüllen. Du kannst diesen auch hier herunterladen und bereits ausgefüllt mit zum Abhol-Termin mitbringen.

Download Ausleihschein

Wir verleihen unsere Geräte grundsätzlich mit den dazugehörigen Weidezaunstäben. Solltest du diese nicht benötigen, streiche diese Position bitte auf dem Ausleihschein durch.

Wichtig: Als Rückgabe-Datum ist grundsätzlich der nächste Tag einzufügen. Nur in absoluten Ausnahmefällen und in Rücksprache mit dem jeweiligen Koordinator kann eine verlängerte Abgabe erfolgen.

Einsatz

Beim eigentlichen Einsatz ist es wichtig, dass die Geräte am Abend vor der eigentlichen Mahd in die Flächen gesteckt werden.

Eine detaillierte Steckbeschreibung findest du weiter unten auf der Seite.

Bitte zieh die Geräte direkt vor dem Mäheinsatz und nicht bereits Stunden zuvor. Erfahrungsweise können die Flächen bereits nach kürzester Zeit wieder belegt sein – die ganze Arbeit war dann umsonst.

Wichtig: Achte beim Ziehen bitte auch auf einen pfleglichen Umgang. Leider werden die Geräte sehr häufig an den Kabeln gezogen und dann nur notdürftig in die Boxen gestopft. Wir verstehen, dass im Eifer des Gefechts nicht immer Zeit für eine sorgfältige Verpackung ist – bewahrt die Geräte dann bitte getrennt von Akkus und Dosen auf.

Rückgabe

Wir stellen die Geräte in einem einwandfreien und funktionsfähigem Zustand zur Verfügung. Wir bitten dich deshalb, sie uns genauso wiederzubringen. Sollte eine Dose, ein Pfahl oder auch ein Gerät dem Mähwerk zum Opfer gefallen sein, bitten wir dich darum, uns das mitzuteilen. Es passiert häufiger, als du denkst und bislang haben wir immer eine für alle verträgliche Lösung gefunden.

Wichtig: Du weißt selbst, wie viel Aufwand es ist, die Geräte rechtzeitig vor der Dämmerung zu stecken. Wir bitten dich deshalb, die Geräte so zeitig zurückzubringen, dass der nächste sie rechtzeitig abholen kann. Solltest du selber noch mit dem Mähen beschäftigt sein, hat evtl. Ein Familienmitglied oder ein Betriebshelfer Zeit, die Geräte zeitnah zurückzubringen. Nach vorheriger und rechtzeitiger Absprache ist manchmal auch eine Abholung durch uns möglich - wir sammeln die Geräte allerdings nur zentral und nicht entlang der Felder ein. Sollte aus irgendwelchen Gründen etwas dazwischen kommen, bitten wir dich, umgehend deinen zuständigen Koordinator zu informieren.

Steckbeschreibung

Das Gerät
Einstellung

Alle Geräte sind durch uns voreingestellt, wir bitten dich dennoch bei jedem Gerät zu überprüfen, dass die Einstellung korrekt ist.

Schalter 1 und Schalter 2 müssen auf die untere Position eingestellt sein (siehe Bild oben).

Das wir die Geräte so auf diese Weise einstellen, hat folgenden Gründe:

Beim Reh-Modus sind die Ruhepausen länger und bieten der Ricke die Möglichkeit, ihr Kitz abzuholen.

Der 24-Stunden-Modus verhindert hingegen, dass die Geräte sich in der Dämmerung ausschalten, sondern weiterlaufen.

Anschluss an den Akku

Führen Sie das Kabel durch die Bohrung an der Seite der Box und schließen sie die Kontakte an den in der Box liegenden Akku wie folgt an:

(+) ROT mit schwarzem Stecker (braunes Kabel)

(-) SCHWARZ mit blauem Stecker (blaues Kabel)

Die Bohrung sollte mit dem Gummistopfen verschlossen werden, da so ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Box verhindert wird.

Nach dem Anschließen leuchten die LEDs und es ertönt 4x ein Signalton. Nun ist das Gerät betriebsbereit.

Programmablauf

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme arbeitet der KR01 vollkommen selbstständig. Bei richtiger Einstellung werden nun in Intervallen Ton- und Lichtsignale in zufälliger Reihenfolge abgegeben. Eine Abfolge dauert in der Regel 2-4 min – darauf folgt eine Ruhepause von 20-40 min. Auch die Länge des jeweiligen Intervalls wird zufällig gewählt.

Folgende Signalkombinationen sind möglich:

a) Dauerton mit Dauerlicht

b) Intervallton mit Blinklicht

c) Intervallton mit Blitzlicht (Stroboskop)

 

Regeln zum Stecken

Die Geräte sollten zur Kitzrettung ca. 50-70 Meter von der Waldkante / Einstand aufgestellt werden.

Die beste Wirkung erzielt der KR01 in einem Umkreis von 100 Metern.

Benötigt man mehrere Vergrämungsgeräte für die Fläche, sollte der Abstand zwischen den Geräten im Idealfall 160-180m Meter betragen.

Die Geräte sollten am Tag vor der Mahd gesteckt werden und mindestens eine Nacht, aber nicht länger als 24 Stunden stehen, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Ein detailliertes Video zum Thema “Stecken” findet ihr weiter unten.

Inbetriebnahme

Der KR01 wird an einem Weidezaunpfahl mit einer Mindesthöhe von ca. 140 cm (Heumahd) befestigt. Das Gerät selbst sollte gut sichtbar über dem Bewuchs hängen.

Achtung: Um einen Eingriff (Störung) in den Straßenverkehr zu vermeiden, dürfen die Geräte nicht unmittelbar an Verkehrsstraßen aufgestellt werden. Es wird empfohlen, einen Mindestabstand von 100 Metern zur Straße einzuhalten oder sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen.

*Dies ist eine gekürzte und abgewandelte Anleitung des Rehkitz-Retter/Wildschreck KR01 von NaturTech-Oberland.

Mehr Informationen zum Hersteller und den von uns verwendeten Produkten findet ihr hier.

Medien zum Thema

ACHTUNG: GEFAHR!

Bitte unbedingt beachten

Bei richtigem und sachgemäßen Einsatz des KR01 handelt es sich um eine sichere Vergrämungsmethode. Unsere Erfahrungen belegen, dass sie deutlich effizienter ist, als andere Methoden, wie zum Beispiel das Stecken von Tüten oder das Aufstellen von Flatterbändern. 

Allerdings besitzt auch der KR01 seine Grenzen, denn an manchen Aufstellungsorten hat er sich in der Vergangenheit als unzuverlässig oder nicht so wirksam erwiesen.  

An dieser Stelle möchten wir deshalb unsere Erfahrungen mit euch teilen und euch bitten, diese Informationen bei eurem Steckeinsatz zu berücksichtigen.  

Unter folgenden Bedingungen kann es zu einer Einschränkung der Wirksamkeit kommen: 

  • an vielbefahrene Straßen
  • in unmittelbare Nähe von Hochspannungsleitungen
  • in direkter Hoflage oder in der Nähe von Silos und Biogasanlagen
  • bei alten und erfahrenen Ricken im Revier 

Sollte eine dieser Sachen bei euch zutreffen, sprecht diese Problematik bitte direkt bei der Kontaktaufnahme an. Genau hier kommen unsere Handwärmebildkameras zum Einsatz, mit denen wir euch bei rechtzeitiger Anmeldung direkt vor eurem Mäheinsatz unterstützen könne. 

Merke: Diese Flächen werden trotzdem gesteckt, aber zusätzlich von einem unserer Koordinatoren mit der Wärmebildkamera überprüft.  

Darüber hinaus gibt es aus unserer Erfahrung heraus einige weitere Dinge zu berücksichtigen:
 
  • kein Stecken im Bereich von Wohnlagen (akute Lärmbelästigung) 
  • Senken und Hanglagen müssen gezielt berücksichtigt werden -> bitte sprecht uns an, wenn ihr bei einer Fläche unsicher seid.  
  • Der Spruch “Viel hilft viel” gilt hier ausdrücklich nicht! Es kam schon zu Mähunfällen, weil eine Fläche “zu gut” abgesichert wurde.  
  • Ein zu spätes Stecken (nach Dämmerung) und ein zu frühes (vor Sonnenaufgang) oder verfrühtes Ziehen (länger als 30-60 min vor dem eigentlichen Mähen) kann dazu führen, dass das Kitz (wieder) in der Fläche liegt.


    Generell gilt der Leitspruch: Zu viel Ruhe und zu viel Bewegung in der Fläche ist schlecht. Bei zu viel Ruhe lässt die Ricke das Kitz liegen – bei zu viel Unruhe holt sie es nicht raus.